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Contortion Stories

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Training

Als man mir sagte, was beim Training mit den Mädchen geschehen würde, war ich davon überzeugt, daß mich der Anblick der bis zur Absurdität gedehnten Frauenkörper abstoßen und ich den Trainingsraum vorzeitig verlassen würde. Da bei mir dieser Schockeffekt aber gänzlich ausblieb und ich zwei Stunden fasziniert zuschaute und ich außerdem seit jenem Nachmittag eine frivole und leidenschaftliche Neigung zu der Kunst der Kontorsion empfinde, will ich ganz freimütig berichten, wie es mir an jenem Tag erging. Es mag stimmen, daß das Training der Kontorsion hart, manchmal schmerzhaft ist und letztendlich dem einer Leistungssportart entspricht. Aber ich kann sagen, daß alles, was bei der Ausbildung der Akrobatinnen zu Schlangenmädchen angewendet wurde, von den Mädchen selbst forciert oder vorgeschlagen wurde. Sie waren es, die ihre Trainer anwiesen, die Dehnungen im Spagat noch weiterzutreiben, obwohl diese schon lange vorher eine Pause vorgeschlagen hatten. Der Ehrgeiz einiger Kontorsionistinnen, von denen alle zierlich und schön waren, war so groß, daß sie den Trainern beim passiven Dehnen der Wirbelsäule nach hinten, sagten, daß die Übung erst beendet wäre, wenn der Kopf den Po berührt hätte. Jedenfalls war es das, was ich aus einiger Entfernung zu hören glaubte, bevor ich auf der Tribüne Platz genommen hatte. Ein Mädchen, das einen matt glänzenden und grün schimmernden Ganzanzug trug, welcher offenbar aus sehr dehnbarem Stoff gefertigt war, lag wie ein unbeweglicher Gummischlauch bäuchlings auf einer Trainingsmatte. Schon vorher beim Warmmachen war mir ihre katzenhafte Geschmeidigkeit aufgefallen. Leicht war sie in den Spagat geglitten, wie Gummi hatte sie ihren Rücken nach hinten gebogen, auf jene Art, daß sie sich stehend nach hinten beugen konnte, bis ihr Kopf zwischen den am Baden verweilenden Füßen hindurchschaute. Waren ihre Bandscheiben Marshmallows? Ich war sonderbar angerührt von der Fremdheit dieser Stellung, und meine Sinnlichkeit war stark angeregt. Die Artistin führte alle diese Kunststücke mit großem Ernst und Disziplin vor, ganz in ihrer eigenen Welt eingeschlossen. Nur ab und zu wechselte sie Worte mit anderen Akrobatinnen oder Trainern. Obwohl viele der Zuschauer auf der kleinen Tribüne fasziniert waren und das auch durch kleine Gesten und Zurufe zum Ausdruck brachten, tat das Mädchen so, als sähe sie die Betrachter nicht, als gäbe es jene gar nicht. Diese Ernsthaftigkeit, dachte ich, ist der Ausdruck der Disziplin, die das Lächeln bei den Auftritten in Varietes oder Galas erst möglich macht. Musik ertönte und riß mich aus meinen Gedanken, die voll kindlicher Bewunderung waren. Es wurde dunkel und Stille durchquerte die Turnhalle. Ein kleiner Lichtkreis fiel alsbald auf die Gestalt im Ganzanzug. Langsam erwachte der Gummischlauch auf der Matte in geschmeidigen Bewegungen zu Leben und wand sich in alle abstrusen Richtungen. Das Mädchen saß im Spagat und lächelte in meine Richtung. Ein Gedanke durchhuschte mich und ich stellte mir eine erotische Begegnung mit diesem Geschöpf aus einer anderen Welt vor. Schamvoll lächelte auch ich, aber sie sah es nicht. Als nächstes kniete sie sich hin. Eine wehmütige Melodie erklang aus den Boxen an der Decke, die, wie es in Sporthallen eben ist, leicht blechernd klangen, Ein Trommelwirbel schwoll sensationslustig an. Das Schlangenmädchen erhob ihren Oberkörper und pflückte imaginäre Früchte, die hoch oben über ihrem Kopf hingen. Ihr Rücken ist jetzt schon maximal durchgebogen, dachte ich, als sie die Stirn zwischen die Füße legte und dachte: Wie abgeknickt. Aber es sollte noch weiter gehen. Das Schlangenmädchen zog sich noch weiter in den festen Sitz, der durch das Einkeilen des eigenen Kopfes unter ihrem Po entstand, hinein. Da sie frontal vor mir saß, konnte ich nur noch zwei Oberschenkel sehen, dazwischen aber sah man schon den hübschen Haarschopf, den sie sich mit einem Gummiband gebunden hatte. Zentimeter um Zentimeter kroch die Einheit aus Arm, Schulter und Kopf weiter in die Höhle unter dem Po und den Beinen, bis der Kopf schließlich aus der anderen Seiter hervorkam. Als ich das Gesicht sah, daß zwischen den beiden straffen Schenkeln hervorlugte, schüttelte ich langsam ungläubig den Kopf. Gleichzeitig verging ich vor Leidenschaft. Ein volles Lächeln wurde mir entgegengebracht. Ich war im siebten Himmel. Als ich nach dieser Erfahrung nach Hause kam, war ich gezwungen, ausgiebig zu duschen, denn offensichtlich war mir ein männliches Malheur passiert. Natürlich nicht in der Turnhalle, sondern auf dem Weg nach Hause, als ich mir weitere erotische Gedanken erlaubt hatte. Ich glaube nicht daran, jemals mit dieser Traumfau zusammenzukommen. Ich kenne sie nicht und vielleicht wäre ich ihr gänzlich fremd. Aber mir hat sie sich ins Herz eingebrannt. Ich fühle keinen Schmerz, noch nicht einmal Sehnsucht, nur Dankbarkeit. Gute Nacht, Schlangenmädchen. Ein ferner Bewunderer.